Archive for Februar 2010

Realismus

5. Februar 2010

Die unvernünftige

Lächerlichkeit der Utopie

verhindert

im Zeitalter der Katastrophen

erfolgreich

jeglichen Bau

einer Arche.

Sicherheiterkeit

5. Februar 2010

– Was haben Ted Kennedy, Nelson Mandela und Cat Stevens gemeinsam?
– ….?
– Sie stehen mit einer halben Million anderer Terrorismusverdächtiger auf Amerikas Flugverbotsliste.

Sinn

5. Februar 2010

macht endgültig enttäuschungsresistent.
Ausgerechnet im gesellschaftlichen Raum, wo die Dinge sich hart zu stoßen pflegen, weil die eingerichteten Gegensätze gar nicht daran denken, Bruderschaft miteinander zu bechern, soll ein passend eingerichteter Bezugsrahmen die eingehandelten blauen Flecke zur body-art uminterpretieren und auch noch vergessen machen, dass man gerade ein Meisterstück des Selbstbetrugs hingekriegt hat.
Wer nicht mehr ent-täuscht werden kann, hat sich entschlossen endgültig jeder Täuschung zu erliegen.

Weltbild, offen

5. Februar 2010

Es soll offene Weltbilder(Hui!) geben und geschlossene (Pfui!).

Beim Besprechen von Sachverhalten spielt das aber eine ebenso unwichtige Rolle wie die erboste Interjektion dessen mit dem geschlossenen über den mit dem „ja so was von offenen Arsch!“

Vorbilder

5. Februar 2010

Machen ihren Abziehbildern was vor.

Liberté

5. Februar 2010

Die Anbeter der Freiheit kann man daran erkennen, dass sie – ihr gehorsam – im Staub auf ihren Knien liegen, statt den durchaus bekannten Lebenswandel dieser Diva zu studieren.

Humanitäterei

5. Februar 2010

Wenn Konkurrenz das Gesetz ist, nach dem die Leute antreten gemacht werden, dann ist eine selbstlose Tat der Anfang vom Untergang.
Dass sie noch nicht untergegangen ist, lässt die weltweite Wohltäterei in ihrem Wesen nicht unberührt.

„Verschwinden des Menschen“

5. Februar 2010

Eine kulturkritische Floskel. Die schon in Saul Bellows frühem Roman »Herzog« verdeutlichte, dass man kein allzu feines Gespür für die Bruchstellen der amerikanischen Gesellschaft zu haben braucht.

 »Das Leben eines jeden Staatsbürgers wird zum Geschäftsbetrieb«, wettert die fiktive Menschfigur Herzog in einem Brief an den US-Präsidenten gegen den American Way of Life – und verlangt eine Umbesinnung: »Das menschliche Leben ist kein Geschäft.«

Ooooh doch!

Aber man kann das natürlich mal lässig umdénken, oder elegant úmdenken.

Auch für die Intellektuellen gilt: 

Das größte Glück für die Herrschenden ist die Dummheit der Beherrschten.

Jetzt rechnen sich die Beherrschten schon selber vor, wie viel an Almosen ihrer Hilflosigkeit zusteht. Zerbrechen sich den Kopf ihres Herrn in Statistiken und Gegengutachten, als ob da überhaupt nur einer zuhörte, wenn die Kostenfaktoren sich als Kostenfaktoren aufführen.

3. Februar 2010

Tabubruch

Nur Gurus denunzieren das Schlachten heiliger Kühe als Auftakt zur Abschaffung der Kühe.

Preisverleihungen

Stellen die preiswürdige, grundsätzliche Fähigkeit des Verzeihens auf eine harte Probe.