„Verschwinden des Menschen“

Eine kulturkritische Floskel. Die schon in Saul Bellows frühem Roman »Herzog« verdeutlichte, dass man kein allzu feines Gespür für die Bruchstellen der amerikanischen Gesellschaft zu haben braucht.

 »Das Leben eines jeden Staatsbürgers wird zum Geschäftsbetrieb«, wettert die fiktive Menschfigur Herzog in einem Brief an den US-Präsidenten gegen den American Way of Life – und verlangt eine Umbesinnung: »Das menschliche Leben ist kein Geschäft.«

Ooooh doch!

Aber man kann das natürlich mal lässig umdénken, oder elegant úmdenken.

Auch für die Intellektuellen gilt: 

Das größte Glück für die Herrschenden ist die Dummheit der Beherrschten.

Jetzt rechnen sich die Beherrschten schon selber vor, wie viel an Almosen ihrer Hilflosigkeit zusteht. Zerbrechen sich den Kopf ihres Herrn in Statistiken und Gegengutachten, als ob da überhaupt nur einer zuhörte, wenn die Kostenfaktoren sich als Kostenfaktoren aufführen.

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